Zwischenfazit vor Weihnachten

Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. Die Pandemie hielt uns ebenso wie unsere Partner in Indonesien in Atem. Dankbar waren vielleicht die Korallenriffe und ihre Bewohner, die in diesem Jahr viele ungestörte Tage erlebten. Auch die Schadstoffbelastung beispielsweise durch toxische Sonnencreme dürfte in diesem Jahr insbesondere im für internationalen Tourismus gesperrten Indonesien stark zurückgegangen sein.

Geht es der Natur ohne Tourismus besser? Nein, so einfach ist das nicht. Gerade in Raja Ampat finanziert der Tourismus viele Projekte zum Schutz der Meere. Das dortige Meeresschutzgebiet wird von Einheimischen auch deshalb respektiert und aktiv geschützt, weil es Jobs und Einkünfte generiert. Bleiben diese zu lange aus, locken die Schätze des Meeres. Viele heutige Schutzgebiete in Indonesien hatten lange Zeit mit Dynamitfischen zu kämpfen – eine Praxis die nicht nur mit Verboten sondern auch mit Alternativen des Geldverdienens zu verhindern ist. Tourismus umweltschonend zu gestalten, ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Daher wollen wir mit unserem Projekt startklar sein, wenn der internationale Tourismus wieder anfährt.

Was haben wir in den vergangenen Monaten erreicht? Begonnen haben wir mit der Projektarbeit Ende August, nachdem die Formalitäten zur Eintragung unseres Vereins abgeschlossen waren. Seit dem haben wir uns mit vielen Initiativen aus Deutschland und Indonesien vernetzt. Wir haben unser Projekt ein großen Anzahl von Akteuren in Raja Ampat vorgestellt und Partner für die Umsetzung gefunden. Und es ist uns trotz Pandemie-bedingter Einschränkungen gelungen, Spenden für den Start des Projektes zu sammeln.

Erste große Aufgabe im neuen Jahr wird der Aufbau unserer Logistikkette sein, um die vorgesehene Pilotphase in Gang zu setzen. Da wir vor Ort auch eine Person bezahlen möchten, um den Verkauf und Nachschub zu organisieren, werden wir weiter um Spenden werben.

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