Biologisch abbaubares Shampoo – Aber doch nicht in einem Plastikfläschchen!

Während Mikroplastik, Oxybenzone und andere in vielen Kosmetika enthaltene Chemikalien eher unsichtbare Gefahren für das maritime Ökosystem darstellen, ist Plastik gerade in Indonesien ein ins Auge schreiendes Problem. Selbst in einem kaum erschlossenen Gebiet wie Raja Ampat ist im Meer treibendes Plastik oft zu sehen. Plastik kam also logischerweise nicht in Frage. Wieder haben wir viel recherchiert, um nach Alternativen zu suchen. Unser erster Gedanke war Bambus, was ja lokal wächst. Leider ist Bambus wie auch andere Hölzer nicht wasserfest und würde ohne weitere Behandlung durchweichen. In Frage käme dafür so genanntes Bio-Plastik, was zwar aus Pflanzen hergestellt wird, aber selbst in Reinform auch nicht in absehbarer Zeit verrotten würde. Ob eine Schildkröte von Bio-Plastik weniger Magenprobleme bekommt als von herkömmliches Plastik bezweifeln wir. Ebenso wie Bambus sind auch Behältnisse aus Pappmaschee oder Kokosfasern innen mit (Bio-)Plastik beschichtet und damit langlebig gemacht. Andere Alternativen sind Glas und Aluminium, deren Vorteile aber nur dann zur Geltung kommen, wenn die Fläschchen wiederverwendet oder zumindest dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden.